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Ausstellung der Künstlerin Vandria Borari: Widerstand der Ahnen: Archäologische Stätte
10-12.7. beim Agrikulturfestival
Das Kunstwerk „Widerstand der Ahnen: Archäologische Stätte“ der indigenen Künstlerin Vandria Borari reflektiert kritisch die Auswirkungen der Agrarindustrie auf den Amazonas, insbesondere den Anbau von Sojabohnen in Monokultur. Dies beschleunigt die Entwaldung und verwandelt angestammtes Land in Zonen wirtschaftlicher Ausbeutung. 2021 war das Werk Teil der Gruppenausstellung „Die Anderen – Spuren des Kolonialismus“, kuratiert von Lucero Allegri, die von Oktober bis November im Kunstraum Kasko Basel stattfand.
Mit einem Ansatz, der Kunst, Erinnerung und Territorium miteinander verbindet, prangert das Werk an, wie der Vormarsch des Sojabohnenanbaus in Monokultur und anderer Agrarprodukte nicht nur den Wald zerstört, sondern auch heilige Stätten bedroht. Diese archäologischen Stätten bewahren materielle und symbolische Spuren der indigenen Kulturen, die die Region seit Jahrtausenden bewohnen. Diese Prozesse wirtschaftlicher Ausbeutung löschen Geschichte, Erinnerungen und traditionelle Lebensweisen aus und offenbaren gleichzeitig die Rolle des globalen Marktes bei der direkten Aufrechterhaltung und Förderung der Entwaldung.
Im Jahr 2025 wird diese Realität angesichts der Bedrohungen des Tapajós-Flusses, dem angestammten Land verschiedener indigener Völker, noch dringlicher. Das Dekret Nr. 12600 ebnete den Weg für die Privatisierung wichtiger Flüsse im Amazonasgebiet und diente den Interessen der Agrar- und Bergbauindustrie. Zu den geplanten Maßnahmen gehörte die Ausbaggerung des Flussbetts – ein Verfahren zur Entfernung von Sand und Vertiefung des Flusses, um die Durchfahrt großer Schiffe und Massengutfrachter zu ermöglichen.
Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Projekts zur Umwandlung des Tapajós in einen Logistikkorridor für den Transport von Agrarprodukten wie Soja und Mais für den Export, der Produktionsgebiete im Amazonasgebiet mit Seehäfen verbindet. In diesem Wirtschaftsmodell verliert der Fluss seine Bedeutung als Lebensraum und wird zu einer bloßen Infrastruktur für den Welthandel reduziert.
Die Ausbaggerung des Flusses zwischen Santarém und Itaituba hat bereits begonnen – ohne gültige Umweltgenehmigung und ohne vorherige, freie und informierte Konsultation der betroffenen indigenen Bevölkerung und traditionellen Gemeinschaften. Diese Situation verdeutlicht die Fortsetzung kolonialer Praktiken, die territoriale Rechte missachten und die Ökosysteme des Amazonas bedrohen.
In diesem Zusammenhang regt die archäologische Stätte „Ancestral Resistance“ zum Nachdenken darüber an, Flüsse als lebendige und rechtliche Einheiten anzuerkennen, ähnlich dem Whanganui River in Neuseeland, dem Ganges und der Yamuna in Indien und dem Atrato River in Kolumbien.
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