Samstags-Uni: Grenzen erleben: Zwischen Offenheit und Abgrenzung
Grenzregionen gelten heute nicht mehr als Randräume Europas, sondern als Orte der Begegnung, des Austauschs und der Zusammenarbeit. Sie umfassen rund 40?% des EU-Territoriums, vereinen 30?% der Bevölkerung und erwirtschaften ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts. Hier zeigen sich Chancen und Herausforderungen der europäischen Integration: Anerkennung von Berufsqualifikationen, grenzüberschreitender Zugang zu sozialen Rechten oder Umgang mit Mehrsprachigkeit. Gleichzeitig sind Grenzregionen besonders sensibel für politische Spannungen: Die Wiedereinführung von Grenzkontrollen stellt das Ideal der Freizügigkeit infrage und beeinflusst Alltag und Arbeit. Der Vortrag untersucht, wie Grenzen heute gedacht, dargestellt und erlebt werden. Auf Basis von Interviews in Familien der deutsch-französischen Region Saarland–Mosel wird gezeigt, wie materielle Realität und symbolische Vorstellungen von Grenze im Alltag zusammenwirken – zwischen Offenheit und Abgrenzung.
Kursnummer: 261100444
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- Wissenschaft
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